
Moin, Gammlers... hier sin also mal die restlichen
Tage von dieser Rumlauferei... Das is jetz zwar durcheinander weil Tag 1-4 kommt zum Beispiel vor Tag 5 und auch Tag 6, aber vermutlich läuft dat. Also erst das da unten lesen im Prinzip. Hoffentlich is jetz nich zu viel geworden und das liest überhaupt noch wer :)
Und los:
Achso, dieser Gegenwart-Erzählstil is doll, dat klau ich jetz einfach und mach das auch :p
Und nochmal los:
TAG 5Nachdem wir irgendwann mal aufgestanden sin, die Zeit is mir entfallen und dem Tagebuch-Gammel-Laufzettel-Gekritzel auch, war sicher sehr spät, bestimmt kurz nach 8, wollten wir auch gleich mal Frühstücken, so richtig echt jetz. Weil die Hütte war im Prinzip gleich daneben, davon sin wir zumindest ausgegangen, war ja am Tag vorher noch da. War dann auch an diesem Tag noch da. Aber kein Frühstück war da. Dafür gabs schwarzen, leckeren Kaffee für Joe und Apfelschorle für mich. Und Wassermilchpulvermüsli für Joe, Wurst für mich. Lecker. Ich hasse das Müsli inzwischen. Ich habe es schon zu oft gegessen. Zuletzt und auch zum ersten mal am Tag 2. Wir laufen dann also frisch gestärkt gleich mal los in die falsche Richtung und dann wieder zurück nach dem Weg fragen, dat fanden die Hüttenmenschen witzig. Wir fanden's toll dass es nur bergab ging an dem Tag, und nicht mal so bergab wie der Originalplan war weil wir mit viel (!) Raff und etwas Hilfe von der Wanderkarte eine Abkürzung ausgerafft haben, deshalb reduzierte sich - jetz schreib ich in der falschen Zeit, gar nich so einfach - ääh reduziert sich der Abstieg auf nur noch 461m und die Kilometers auch irgendwie. Das Ziel heißt jetz Partnun und da soll auch Berni hin. Heute. Auf dem Weg nach unten entdecken wir einen kleinen Gammelsee. Berni sagt er braucht noch bissle. Wir beeilen uns trotzdem, wolln aber erst noch zum See. Dazu müssen wir eine Ziegenwiese kreuzen. Die Ziegen schützen sich heimtückisch mit Strom. Nachdem der Grashalmtest uns sagt dass der Strom grad nich da drin is fass ich hin. Strom is doch da. Das ist außergewöhnlich unerfreulich. Aber wir schaffen's dann doch drüber.

Eine Ziege versucht dabei auszubrechen, eine andere frisst Teile von Joe's Hut und der Rest kuschelt wild auf uns los. Jetz Vollgas. Blöde Viecher. Auf der anderen Seite stellt sich raus, dass es auf der Wiese keine Zecken gab und der See ein Touri-See is mit vielen nervenden Schweizern die aus Prinzip auf ihren "Grüzi"-Gruß immer ein schönes "Hallo." oder "Moin." als Antwort kriegen. Es geht also schnell weg vom See in Richtung Apfelschorle. Im Dorf is irgend nen Fest. Ein Schweizer erzähl was über Lautsprecher. Man versteht nichts. Der schwätzt nich deutlich. Nach einer Apfelschorle gehts weiter Richtung "Nächster-Tag-Weg" um einen Zeltplatz auszukundschaften. Das geht schnell und der is geil. Und am Bach und in der Sonne und mit Bäumen für Feuer. Jetz fehlt nur noch Berni. Der sagt er braucht noch ne Weile. In der Zeit waschen wir unsere Klamotten und basteln eine Ultrasupermegawäschehalterung. Und Gammeln. Berni sagt er braucht noch ne Weile. Es wird später. Wir sagen Berni er soll Bier mitbringen. Berni sagt er braucht noch ne Weile. Irgendwann isser dann in Partnun und ich mach mich auf die Suche. Auch das dauert eine Weile. Aber dann is Berni da und auch das Bier. Und mehr Jägi und Sprühsahne. Außerdem Brot, Landjäger und Powerriegel.

Es wird jetzt versucht Feuer zu machen. Erst mal mit Magnesium. Letztendlich brennt's dann auch (das Magnesium). Nächster Versuch: Feuerzeug. Jetz brennt alles andere auch. Das mit dem Feuerzeug soll uns erst mal einer nachmachen. Die Steinzeitmenschen ham das nich gerafft. Skrupel über das Benutzen der am ersten Tag im Hofer gekauften Nürnberger (5 Tage in der Sonne und auch 5 Tage vorm Verfallsdatum) werden vom Hunger vernichtet, kurz vor den Nürnbergern selbst. Dann gibts noch Landjäger und Jägi und Bier und ziemlich viel mehr Sternenhimmel als sonst irgendwo. Letztdendlich gibts Bett. So spät wie noch nie und auch später nie mehr. 1 Uhr oder so, kee raff. Robel, robel, robel.
TAG 6
Frisch und mit Kater gehts heute ans Werk, es wird beschlossen erst mal bissle zu laufen vorm Frühstück. Tagesziel ist Gargellen, aber da wollen wir nich hin weil dat is Quatsch. Wir wollen in ein Kaff etwa 150m höher. Dazu haben wir einen Aufstieg von 650m vor uns. Der Aufstieg erweist sich als bös. Vor allem ohne Frühstück. Das Wetter is dabei aber ganz nett, keine Sonne aber auch kein Regen. Oben auf dem Joch gibts dann zunächst Frühstück und die Entscheidung nicht mehr ohne Frühstück loszulaufen. Ich enthalte mich, ich mag kein Frühstück. Oben treffen wir einen Schweizer. Der fragt uns wo wir herkommen, geschmückt mit vielen Wörtern die wir nicht verstehen. Außerdem schwätzt auch dieser Schweizer nich deutlich. Wir sagen ihm wo wir herkommen und wo wir hin wollen. Er meint wir sollten lieber zu einer anderen Hütte am gegenüberliegenden Berg gehen. Da wo wir herkommen. Wir sagen ihm dass das die falsche Richtung für uns ist und sagen nochmal wo wir hin wollen. Er sagt dass wir aber schneller bei der anderen Hütte wären. Wir sagen ihm dass uns das nichts bringt. Er verliert so langsam die Geduld mit uns. Sagt nur noch dass die andere Hütte aber schöner wäre, odr, und geht seines Weges. Eigentlich hat er das 10fache gesagt aber wir haben's nicht verstanden.

Nur noch dass bei den Österreichern außerdem Scheißwetter is, odr. Als wir im Skigebiet von Gargellen ankommen fängt's an stark zu nieseln. Deshalb werden die Rucksäcke und Schlafsäcke und alle Säcke dieser Welt mit Müllsäcken zugedeckt und es geht weiter zur Bergstation der Gondel. Da gibts Apfelschorle. Das Wetter wird wieder leicht besser und wir gehen weiter Richtung Vergalda (nachdem wir herausgefunden haben, dass unsere Abendessen-Ziel-Alm nicht mehr existiert und die andere Ruhetag hat). Unten angekommen finden wir heraus, dass die einzige Pizzeria im Dorf zu hat. Und im einzigen Hotel vom Dorf gibts kein Essen. Also gehts doch nach Gargellen. Wir haben keine Lust auf kalte Landjäger und trockenes Brot. Für Feuer is es zu nass. Außerdem haben wir auch keine Lust auf warme Landjäger und trockenes Brot. In Gargellen finden wir erst ein Ultra-Nobel-Restaurant in einem Ultra-Super-Feriendorf-Hausansiedlungs-Dings. Danach dann was leckeres. Und da gabs unter anderem Champignonschnitzel :). Anschließend wieder raus in Regen, Zeltplatz suchen und schnell da rein. Kalt, nass. Bett.
TAG 7

Los gehts um 9:30 zur Tübinger Hütte auf 2191m. Das heißt 1092m hoch und 16km Weg. Erstaunlicherweise lief das aber ganz zügig. Nach etwa 1,5Std gabs erst mal ne Pause auf ner Alp, da waren viele viele Leute die da gugen wollten wie man Käse macht. Knödelsuppe und Spezi gabs trotzdem. Und für mich ne kurze Einführung ins Käsemachen. Weil ich da rumstand und doch nur so ne Suppe wollte. Hab aber nur mitbekommen dass er keine Leute in seinen Käsekeller lassen darf wegen der Hygiene aber ihm wars dann doch egal, deshalb durften alle rein da. Ich wollte nich. Wegen der Hygiene.

Danach gibts zum Aufstieg nich mehr so viel zu sagen, der Weg wurde aufgrund der Höhe immer steinhaltiger und am Ende sind wir fast nur noch über Geröll gelaufen. Auf der Hütte angekommen war's seltsamerweise erst halb 4. Deshalb wurde konsumiert. Und der Plan gefasst da jetz drin zu ratzen. Und duschen. Und Klamotten waschen. Weil da gibt's einen Trockenraum. Blöderweise sind das Sparfüchse, deshalb is der nich beheizt, erst nach Beschwerde dann, aber vermutlich auch nur bis wir außer Sicht waren. Jetzt ist noch unendlich viel Zeit übrig die wir damit verbringen Malefiz zu spielen. Mit der Regel: Alle Männchen müssen da oben rein. Das dauert etwa 4 Stunden, gefühlte 10. Davor wird uns noch das Bezahlungssystem der Hütte erklärt. Wir kriegen eine Karte. Diese Karte müssen wir immer bei uns tragen, die Karte wird am Abend wegbezahlt. Auf der Karte wird unsere "Konsumation" eingetragen. Dieses Wort gefällt uns so gut dass wir die Karte sehr voll konsumationieren.

Plötzlich ist der Gästeraum randvoll und alle fangen gleichzeitig auch an Konsumation zu betreiben. Nachdem wir uns immer wieder erzählen wie schade es ist, dass es hier keine Spaghetti Bolo oder Kässpätzle gibt hören wir (nach unserer Suppen- & Brot- & Wusa-Bestellung) am Nebentisch wie ein kleines Kind überlegt ob es jetz Spaghetti Bolo oder Kässpätzle essen will. Ich geh hin und frag die Wirtin ob's das auch gibt. Sie sagt "Natürlich!". Ich frage sie woher man das weiß weil davon nix in der Karte steht. Sie gugt grantig und sagt das erfährt man von ihr. Woher man erfährt dass man sowas von ihr erfährt frage ich lieber nicht. Ich sage ich will jetz Kässpätzle. Sie sagt das sind keine Kässpätzle, das sind Käsnudeln. Das ist was ganz anderes. Ich will keine Käsnudeln. Das kleine Kind schon. Bolo wollen wir dann irgendwie auch nicht mehr. Die Käsnudeln sind letzendlich die perfekten Kässpätzle incl. Röstzwiebeln. Wir sind beleidigt. Das Kind isst zwei Gabeln. Der Rest geht zurück. Wir sind sauer. Ich gewinne beim Malefiz und freu mich.

Jetzt wird aus dem Schlafraum, der inzwischen vereinzelt als solcher genutzt wird, der Jägi geholt und vor der Hütte gesauft. Dann geht's ins Bett. Inzwischen wird der Schlafraum ausgiebig genutzt. Wir sind nich gerade leise. Joe funzelt ca ne halbe Stunde mit der Taschenlampe rum und notiert auf seinen Laufzettel. Ich muss sehr laut furzen. Jetzt sind auf jeden Fall vermutlich mindestens alle im Raum wach. Bett.
TAG 8

Es wird früh aufgestanden. Wegen Frühstück. Wir sind trotzdem die letzten die Aufstehn. Die Klamotten aus dem Trockenraum sind nicht trocken, das ist schade.

Los gehts um Punkt 10. Der Tag heute ist ein eindeutiger Lullitag, 300m Aufstieg, 10km Weg. Ziel ist der Silvrettastausee bzw eine Hütte die da drunter rumliegt. Nach gefühlten 10km leichtem Anstieg gehts dann megamäßig und steil gefühlte 1000m hoch. Oben sieht man den Stausee. Sieht weit weg aus. Angeblich 6,5km. Es geht also wieder runter. Leider zu tief. Tiefer als der Stausee. Nach gefühlten 10km sind wir unten und es geht durch ein Tal. Der Stausee ist immernoch sehr weit weg. Nach weiteren vielen gefühlten Kilometern und auch Höhenmetern sind wir endlich da. Wir sind uns sicher das waren keine 10km. Es ist halb 3. Aber es gibt Spezi und Kässpätzle. Außerdem kommt ein Riesenhund vorbei. Aber das is jetz egal. Es bewölkt. Im Prinzip genau als wir ankommen. Bis dahin war vollgas Sonne. Wir gehen weiter weil wir einen Zeltplatz suchen wollen. Der Stausee ist voller Touristen (nich innen drin aber außen rum). Deshalb laufen wir da schnell weg. Letztendlich verlaufen wir uns, das fällt uns aber erst auf als es zu spät is. Ich glaub das is immer so. Keiner hat mehr so richtig Lust, deshalb wird ein Zeltplatz neben dem Bach da gesucht.

Die Wiese is entweder ein Sumpf oder hubbelig. Wir packen Säge und Messer aus und sammeln Gras. Das Gras kommt auf unseren Zeltplatz. Um die Hubbels rum. Das läuft und sieht doof aus. Feuer machen läuft natürlich mal wieder nich. Es gibts keine Bäume, nicht mal Sträucher. Wir sind zu hoch (ca 2100m).Also mal wieder: Jägi, Sprühsahne, Bett.
TAG 9

Heute is Raffertag. Los gehts um halb 10. Raffgrad 3, höchster Schwierigkeitsgrad für normales Bergwandern. Allerdings haben wir uns ja gestern verlaufen, deshalb wird mit Kompass & Karte der Weg angepeilt und kreuz und quer den Berg hochgelaufen. Wir finden den Weg sogar. Nach ner Weile normalem Aufstieg fängt schließlich der Raff an. Paar Schneefelder und statt Weg nur noch Geröll bzw Steinbrocken liegen rum. Außerdem ist der Aufsteig steil wie nie. Sehr geil. Uns kommen zwei Leutz entgegen die sagen auf der anderen Seite gehts noch viel krasser runter. Mehr Leute haben wir noch nicht getroffen heute. Alles Lullis bestimmt. Irgendwann sind wir dann oben auf 2839m, unser höchster Punkt. Sieht geil aus da oben. Ich bin am Arsch (wie so oft :)) und will nur da sitzen. Joe & Berni erklettern noch zum Spaß den Gipfel der da um das Joch rum is. Man kann jetz schon die Zielhütte (Jamtalhütte) sehen. Sieht tief aus, wir müssen noch knapp 700m runter. Das läuft. Der erste Teil ist tatsächlich Megaraff 3 und macht auch Megaspaß. Teilweise rutscht man einfach nur noch auf dem Geröll rum. Auf dem zweiten Teil der langsam wieder Lulli wird kommt uns ne Familie mit 3 Kindern entgegen. Die haben auch ein Zelt dabei und machen im Prinzip dat Gleiche wie wir. Die Kinder finden's sichtlich doof. Wir freun uns auf Essen & Apfelschorle. In dem Moment in dem wir uns hinsetzten ziehen schon wieder Wolken auf. Der Bedienungstyp sagt es regnet und gewittert heute. Und morgen den ganzen Tag. Und wir sollen in der Hütte schlafen und nich im Zelt. Wir finden der will uns verarschen. Und wir sin keine Lullis. Deshalb schlappen wir nach dem Essen auch gleich wieder los. Unser Ziel ist eine Hochebene etwa ne halbe Stunde oberhalb der Hütte.
Nach 10 Minuten fängt plötzlich der totale Regen an. Und Gewitter. Wir nehmen die nächstbeste Wiese und wollen das Zelt aufbauen. Letztendlich rennen wir nur blöd im Kreis rum, verheddern die Zeltstangen, bringen alles durcheinander und werden triefnass. Das Innenzelt auch und die Rucksäcke. Nachdem das alles so notdürftig steht springen wir ins Zelt und frieren erst mal ein bisschen. Draußen donnert's. Ich hab keinen Jägi mehr.
Wir beschließen das Zelt aufzugeben (außerplanmäßige Abschreibung) und in der Hütte zu schlafen (im Zelt steht Wasser). Auf dem Weg nach unten verschwindet das schlechte Wetter plötzlich wieder --> blauer Himmel. Die Leute in der Hütte haben Spaß. Die Hüttewirtin is sauer und sagt wir wären doof. Und könnten auch im Vorraum schlafen. Weil heut nacht wird's wieder schlecht. Ein Opa informiert uns allerdings er wäre in seinem Leben schon öfter nass geworden, allerdings danach immer wieder getrocknet. Das überzeugt. Wir zocken Robelrolle und gehen wieder zum Zelt. Das Zelt wird neu aufgebaut und getrocknet. In der Nacht gibts ein sehr lautes Gewitter. Wir gedenken der Familie die's vermutlich oben auf dem Joch total abgekriegt haben. Die Kinder werden nie mehr irgendwohin laufen in ihrem Leben, vor allem auf keinen Berg.
TAG 10

Weil wir so nah an der Hütte sind und weil wir den Weg sowieso schon zu oft gelaufen sind gestern, beschließen wir heute in der Jamtalhütte zu frühstücken. Es ist 8 Uhr, ct. In der Hütte ist schon alle geputzt und aufgeräumt. Wir fragen die Wirtin nach Frühstück. Sie rastet irgendwie total aus. Was wir uns denken. Jetzt. Um diese Zeit. Frühstück gibts von halb 7 bis 8. Also ne. Das wäre klar gewesen. Wir sagen dass wir das nicht wussten. Sie wird sogar noch ein bisschen grantiger, es wundert uns dass das möglich ist. Sie hätte das auf jeden Fall gesagt mit der Frühstückszeit. Und das geht jetz nich. Joe will ihr sagen dass wir doch im Zelt geschlafen haben und nicht in der Hütte. Sie lässt ihn nicht ausreden. Ich frage ob's dann irgendwas anderes gibt. Dann is sie noch mal viel mehr grantig. Ob sie jetz dem Koch sagen soll er soll jetz mal kochen, echt jetz, nachdem alles geputzt is oder so. Joe will sagen dass wir aus dem Zelt kommen. Wird unterbrochen. Sie läuft weg in die Küche. Wir wollen grad wieder gehen, da kommt sie mit ordentlich Wurst, Käse, Brot usw angelaufen. Schimpft aber noch. Ob wir das überhaupt gebucht haben, das Frühstück. Wir sagen nein. Ob wir zum ersten mal auf ner Hütte sind, ob wir überhaupt von irgendwas Ahnung haben und wo wir geschlafen haben will sie jetzt wissen. Endlich kommt Joe zu Wort. Jetz erklärt sie uns dass wir das doch gleich sagen sollen. Sie kann sich auch nich alle Gesichter merken. Und weil wir vom Zelt sin dürften wir alles sagt sie. Deshalb krieg ich auch 2 große Spezi statt Tee. Und es gibts soviel Tee wie wir wollen. Auch zum mitnehmen. Nette Frau. Dann geht's los. So um halb 11 etwa. Das Wetter sieht den ganzen Tag bedrohlich aus, allerdings laufen wir immer in die Richtung wo's gut is. Deshalb regnet's auch nich. Auf halber Strecke treffen wir schwarze Riesenbullen, 6 Stück davon. Die Viecher stehen mitten auf unserem Weg und gugen uns blöd an. Als wir auf sie zulaufen drehen sich schon mal zwei um und wollen Platz machen. Joe beschließt die Tiere anzukommunizieren. Joe sacht "Muuuuuuuh!". Die zwei Bullen bleiben stehen. Drehen sich um. Die ganze Herde wir plötzlich sauer und kommt auf uns zu. Wir gehen ganz schnell wieder weg und irgendwie um die Bullen außen rum. Puh. Danach wird Käse auf ner Alp gekauft. Der Käse is laut Beschriftung "fett & lecker". Stimmt.

Jetz gehts weiter nach Ftan. Auf dem Weg treffen wir auf zwei kleine Mädels. Die hatten dann wohl Angst vor unserer äußeren Erscheinung und sind weggerannt bis andere Leute gekommen sind. Sowas. In Ftan wird eingekauft und der Weg nach Scoul, unser Tagesziel, gesucht. Dabei verlaufen wir uns. Und das Wetter wird schlecht. Es geht eine zeckenfreie Wiese runter zum richtigen Weg. Dann fängts an zu regnen. Wir haben da jetzt keine Lust drauf und setzen uns unter einen Baum/ Strauch / Irgendwas. Die Zeit wird damit verbracht Feuer zu machen. Allerdings is alles nass. Boden, Holz, Luft. Deshalb dauert das etwas länger. Aber läuft. Dann gibts Landjäger, den fetten Käse und Baguette aus Ftan. Schließlich gehts weiter. Durch Scoul durch auf der Suche nach einem Zeltplatz. Gibt's aber nich und wir beschließen einfach mal ne Nachwanderung zu machen. Das wird dann allerdings doch recht hart weil es immer dunkler wird, wir nur zwei Taschenlampen haben und in einem Flußtal laufen in dem Zelten unmöglich ist. Irgendwann um halb 11 sind wir uns nicht mehr sicher ob wir richtig sind. Zum Glück war da dann eine Zeltmöglichkeit (unter Einsatz der Säge) im Wald. Nach etwas wüten und viel Moos sammeln und Steinen entfernen gings ab ins Bett. Haben uns eine Nachwanderung heller vorgestellt.
TAG 11
Die Kameras sin beide platt und wir auch. Gestern war's zu hart. Sind mindestens 26km gelaufen. Tageziel wäre S-charl, aber wir wollen unbedingt heute schon in Taufers ankommen. Allein schon wegen Pizza. Aufbruch war dann um halb 11. Der Weg ging ewig an ner Strasse lang. Das stellte sich dann allerdings als Abkürzung heraus. Zumindest eine zeitliche Abkürzung. Und eine wo man sich selber nich viel bewegen muss. Naja, plötzlich waren wir in S-charl. Da gabs Frühstück. Müslireste, Riegelreste und Spezi. Und Kaffee. Von da mussten wir über ein "Jöchl" nach Taufers. Das "Jöchl" is ein Megalullijoch. Aber das war gut weil Berni und ich nur noch am humpeln warn :). Der Weg war auch ein Megalulli. Eher ne Strasse mit ganz wenig Gefälle. Auf halbem Weg nach Taufers liegt übrigens die "Hitleralm", zumindest war das auf dem Schild so zu entziffern. Deshalb sind wir da schnell weiter (und weil's keine Apfelschorle gab). Ich wurstel glaub öfter mal mit der falschen Zeiterzählform rum merk ich grad. Mhm. Also jetz wieder richtig. In Taufers sind wir dann recht schnell. Britta glaubt nich dass wir alles so schnell gelaufen sind. Komisch. Aber sie holt uns trotzdem. Es geht direkt in die Pizza Stern. Da gibt's dann Naturpark, Tonno und (Dr.)Haus Pizza. Ich will ne doppelte Naturpark. Die Frau sagt ich soll das lassen, das hat kee Platz aufm Tisch. Am Ende hab ich nur die halbe Naturpark gegessen und will keine zweite. Aber Joe & Berni. Jetz geht's nach Goldrain. Adrenalin beginnt zu fließen. Es wird dunkel und wir haben noch keinen Zeltplatz! Und wir sind müde. Blöde Angewohnheiten. In Goldrain passiert heute nicht mehr ganz so viel. Wir bauen Cuba, saufen Forst und gugen Filme.
RESTGAMMELEI
Die restlichen 2 Tage (Sonntag & Montag) sind eigentlich recht schnell erzählt. Wir sind am Sonntag gegen 8 aufgestanden (wie immer). Dann wurde Käsefondue und Bolo-Zeug eingekauft. Dabei hab ich vergessen genug Geld mitzunehmen und musste nochmal zurück, Britta und ich haben uns 5mal immer wieder am Käsestand angestellt weil wir was vergammelt haben und ich hab aus versehen an der Kasse 20 Euro zerfetzt und dann noch mein ganzes Kleingeld runtergeworfen. Und wir haben vergessen Brennpaste zu kaufen. Brennpaste war zwar in der Bude, das hab ich aber verraft. Is mir am Montag erst wieder eingefallen.

Dann wurde ein Malefizspiel nach tausenden von Versuchen auf eine Pizzaschachtel gemalt und auch gespielt (wieder Stundenlang).

Anschließend und aber auch dauernd zwischendrin haben wir Filme geschaut. Unter anderem zwei Buds Spencer Filme, Panzerschiff Graf Spee ("Ich möchte Protest einlegen, sie haben mein Schiff versenkt obwohl ich mich in der 3-Meilen-Zone befunden habe!" "Hm, das ist schlecht. Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Ich halte fest dass Sie Beschwerde eingelegt haben und ich die Beschwerde entgegengenommen habe. Wollen Sie etwas trinken?" "Ja, gerne." "Diese Flasche habe ich von einem anderen Schiff erbeutet." "Die Gläser auch?" "Nein, die sind wieder von einem anderen Schiff"... usw), und diverses anderes Zeug, davon fallen mir die Titel nich mehr ein.

Also nochmal. Am Sonntag gabs Käsefondue und am Montag Bolo. Und dann sin wir heim. Da waren wir dann kurz vor 24 Uhr.
Soooo... das war's auch schon wieder... jetz geh ich gammeln. Und wer sich jetz wundert warum hier drunter Tag 1-4 steht der hat's verraft und muss alles nochmal in der richtigen Reihenfolge lesen. Selber schuld.
Bis bald & Gruß nach Berlin und wo grad alle stecken.
der Lornz